Friday, September 12, 2014

Kindergärten

Am Ende des Peninsula Walks auf dem letzten Stück Weg zum Van zurück gab es neben den erwachsenen Robben auch noch eine besondere Überraschung. In einem kleinen Gewässer, das vom Meer abgeteilt war, sahen wir aus der Ferne einigen Tumult. Beim Näherkommen entpuppte es sich als ein Kindergarten für Robben. Was für ein Spaß. Die Kleinen schwammen und spielten und erprobten Ihre Bewegungskünste im Wasser. Und zwar so, als würden sie es direkt für die zusehenden Leute aufführen.
Manche schwammen auf einer Seite und hielten Schwanz- und Seitenflosse über dem Wasser zusammen. Wenn mehrere Robbenkinder im Kreis schwammen, musste man lachen denn es erinnerte wirklich an Kunstschwimmer. Andere drehten sich behende im Wasser oder neckten sich gegenseitig. Ein paar waren schon müde geworden und ruhten sich am Rand des Gewässers aus. So niedlich und so nah! Dabei sahen sie durch das trockende Fell ganz plüschig aus und viel größer als die Artgenossen im Wasser. Ihr könnt Euch vorstellen dass wir dort einige Zeit zugebracht haben.
Am nächsten Tag auf dem Weg nach Blenheim gab es einen weiteren Kindergarten zu beobachten. Hier führte ein Wanderweg einen Bachlauf entlang den Hügel hoch bis zum Ohau-Wasserfall. Im Becken unterm Wasserfall der nächste Kindergarten. Ein Hinweisschild informierte uns, dass die Robben noch während sie von der Mutter ernährt werden, die Tage vorwiegend hier verbringen, und nur ab und zu eben zur Fütterung zur Mutti am Meer zurückkehren. Dabei ist scheinbar auch kein älteres Tier als Aufpasser dabei. So klein und schon so weit unterwegs!

Thursday, September 11, 2014

Kaikoura

Beim letzten Neuseelandbesuch hatte man von Kaikoura den Eindruck, dass es vor allem ein Touristenörtchen ist. Klar, mit schöner Landschaft und klar, man kann dort Wale, Delphine und Robben sehen. Aber je häufiger man es las, desto mehr wollte man auf den ganzen Trubel verzichten. Weit daneben gelegen. Natürlich ist es ein Touristenort, aber ein sehr sehr schöner. Jetzt im ausgehenden Winter ist es auch etwas leerer. So konnte man Kaikoura mitsamt seiner Sehenswürdigkeiten in vollen Zügen genießen.
Kaikoura ist malerisch an der Kaikoura-Halbinsel gelegen. Im Hintergrund erheben sich bereits erwähnten Berge der Kaikoura Range. Schaut man in die eine Richtung, wähnt man sich in den Alpen, in der anderen Richtung ist es dann die Karibik.
Für uns gab es hier die erste Wanderung, nämlich einmal um die Halbinsel herum an der Küste entlang. Man kann sich fast nicht sattsehen, und der Fotoapparat ist ständig im Einsatz. Trotzdem kann man die Landschaft mit einem Foto gar nicht richtig einfangen. Wir haben es trotzdem versucht. Unterwegs sieht man hier das älteste Haus der Stadt, das sogenannte Fyffe-House (siehe Foto), das ein Walfänger 1842 erbaut hat. Heute fängt man die Wale hier glücklicherweise nur noch mit dem Fotoapparat ein.
Die Wanderung führt auch am Whalers watchpoint vorbei. Eine Walflosse aus der Ferne war uns zwar nicht vergönnt, aber dafür eine Robbenkolonie. Die schlafenden Robben auf den Küstenfelsen nimmt man zunächst gar nicht wahr. Aber wenn sich der vermeintliche Stein plötzlich bewegt, schaut man doch etwas genauer, und dann entdeckt man immer mehr. Gegen Abend am Ende unserer Wanderung sind wir aber buchstäblich fast über die ein oder andere Robbe gestolpert. Sie kommen dann nämlich manchmal zum Schlafen auch an (leider auch auf) die Straße.

Kaffeepause

Kleiner Zwischenstopp auf dem halben Weg von Kaikoura nach Blenheim. Die Kaffeekultur stimmt hier einfach...