Sunday, November 28, 2010

Waiheke (sprich Weihecki)


Nochmal kurz ein paar Worte über Waiheke. Dieses Eiland hat wirklich alles. Vor ein paar Tagen schauten wir uns den neuesten Harry Potter Film im Community Cinema an. So etwas hatten wir noch nie gesehen, es gab statt Kinosessel Sofas, was die ganze Sache sehr gemütlich machte. Das ganze Kino ist nur dadurch möglich, dass Freiwillige den Karten- und Snackverkauf im Kino übernehmen. Auf einem Schild an der Kasse stand, dass noch immer Freiwillige gesucht werden. Wenn ich hier wohnen würde, dann würde ich mich dafür melden.

Nach dem Kino ging es in die Lazy Lounge, ein Cafe, dass seine Musik als “Waiheke Wireless” Radio sendet. So einen guten Musikmix hatten wir auch selten gehört, definitiv noch nie über UKW. Der passte so richtig zum Inselgefühl und kam ohne Reden oder Werbung.

Heute erst haben wir entdeckt, dass es eine Waihekepedia-Seite gibt, als wir einen bestimmten Ort auf der Insel suchten. Und der geneigte Waiheke-Einwohner sucht nicht etwa auf "trademe", der Seite, auf der jeder andere Neuseeländer alles sucht, was man zum Leben brauchen könnte, nein, es gibt "waitrade", die Kauf/Verkauf/Gesuch-Seite für die Insel. Unser jetziger Gastfamilienvater Sean hat Bienen und, wer hätte es gedacht, ist Mitglied im Waiheke-Beekeeping-Club. Gestern aßen wir erst Samosas und dann Pizza am Strand. Es gibt hier irgendwie nichts, was es nicht gibt, und das macht uns die Insel immer sympathischer. Hatte ich schon die vielen Strände erwähnt, an denen man manchmal ganz alleine ist?

Wir haben auch schon wieder den nächsten Helferjob im Angebot (die Nachbarn der jetzigen Familie). Ich habe keinen Zweifel, dass wir hier noch Monate so zubringen könnten, aber so langsam müssen wir zu unserem Van zurück und weiterziehen. Das Jahr ist kurz.

Thursday, November 25, 2010

Helpx Nr. 4 - Umzug auf der Insel

Weil die Eco Lodge plötzlich ausgebucht war und die Familie zudem noch Besuch hatte, sind wir zu Mandy, einer Freundin der Familie, umgezogen. Sie wohnt am Rande von Oneroa in einem sehr gemütlichen Lehmziegelhaus und hat einen Garten, den unter Kontrolle zu bringen unsere Aufgabe für einige Tage ist. Auch hier arbeiten wir zwei Stunden, ligi mit der Motorsense, und ich jäte Unkraut. Die Vogelwelt ist hier außer Rand und Band. Wenn man sich Zeit nimmt, kann man eine Menge vor dem Fenster beobachten. Es schreit und zwitschert Tag und Nacht. Ein sehr nettes Plätzchen.

Aber es gibt noch mehr Neuigkeiten. Ligi hatte auch mehrere Aufträge für den Mikrokopter, die auf Tauschbasis abliefen. Hier wird das "green dollars" genannt, und es war früher auf Waiheke sehr weit verbreitet. Man tauschte Gartenerzeugnisse, handwerkliche Fähigkeiten, Babysitting-Stunden etc., bis die Regierung mitbekam wie gut es funktionierte und wieviele Steuern ihr entgingen...

So haben wir beim jährlich auf Waiheke stattfindenden Olivenfest fotografiert (siehe Foto) und helfen einem Architekten, Bäume vertikal aus der Luft aufzunehmen. Daneben gab es einen weiteren Einsatz auf dem Weinberg, der uns einen ganzen Karton Wein bescherte. Wir wurden auch zu einer Hausbootsiedlung eingeladen, die wir in den nächsten Tagen mal besuchen wollen. Die Boote geben bestimmt ebenfalls ein schönes Motiv ab.

Friday, November 19, 2010

Helpx Nr. 3 - Crescent Valley Eco Lodge

Für unseren dritten helpx-job hat es uns nach Waiheke Island in die Ecolodge von Dave und Sue verschlagen. Und wieder hatten wir richtig Glück, denn es sind total nette Leute. Wir arbeiten nur zwei Stunden pro Tag, meist von 10-12 Uhr, bekommen dafür die Unterkunft und machen unser Essen selbst. Für uns ist das perfekt, denn so ist man nicht an Essenszeiten gebunden, und irgendwie passt es besser, wenn man sein eigenes Essen macht. Als wir am Sonntag ankamen, wurden wir allerdings gleich zum Familiendinner mit eingeladen, bei dem es sogar von Dave selbstgebrautes Bier gab (Wieso macht das in Deutschland keiner? Ist es verboten, selbst Bier zu brauen? Scheint nicht sooo schwierig zu sein.).
Die Ecolodge ist ein Bed&Breakfast, und es handelt sich um ein sehr lustig gebautes blaues Häuschen. Wir wohnen in einem Minihaus, ein paar Meter weg vom Hauptgebäude (siehe Foto). Es ist klein, aber sehr fein. Die Arbeit ist auch prima. Was soll man bei zwei Stunden am Tag auch auszusetzen haben? Unsere Arbeit bis jetzt war Rasen mähen, Putzen, Holz ölen, Garten- und Küchenarbeit...
Die Insel scheint ebenfalls ein nettes Plätzchen zu sein. Freunde kommen auf Besuch vorbei, jeder hilft dem Anderen, was insgesamt für eine entspannte Atmosphäre sorgt. Mit einer Freundin der Familie waren wir zum Beispiel schon auf Schatzsuche. Ansonsten gibt es viele Wanderwege mit Aussicht aufs Meer, kleine Strände, Weinberge. Von der Lodge haben wir auch schonmal Kajaks und Fahrräder ausgeliehen.
Die Familie ist begeistert von ligis Kopter, mit denen er Fotos vom Haus gemacht hat (siehe Foto oben), und Dave hat gleich noch ein paar Aufträge organisiert. Gestern haben wir für Fotos auf einem Weingut zwei Flaschen edlen Bio-Weins bekommen, von denen wir natürlich gleich mal eine geköpft haben.