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Saturday, October 30, 2010

Verkehr und eine einzigartige Regel

Erstmal raus aus Auckland, das war eine aufregende Fahrt. Im Nachhinein war es gar nicht so schlimm. Es gab zwar viel Verkehr, aber auf den großen Ausfahrtsstraßen ist ja alles durch Ampeln geregelt. An kleinen Kreuzungen blicke ich oft manchmal immer noch nicht durch. Das liegt zum Teil daran, dass hier Linksverkehr herrscht, aber es gibt noch eine Verkehrsregel, die einzigartig ist und nur hier angewendet wird: rechts hat Vorfahrt. Hä? Ist doch logisch, werden die meisten denken. Oder es ist unlogisch, weil eigentlich links Vorfahrt haben sollte, wenn man die deutschen Regeln einfach nur seitenverkehrt anwendet. Im Prinzip ist es einfach. Man stelle sich vor, man will in Deutschland rechts abbiegen, aber wenn mein Gegenverkehr in dieselbe Straße abbiegen will, dann muss ich ihn vorlassen. Klar? Ansonsten gibt es hier nochmal einen Link mit Bild. Find ich ja irgendwie beruhigend, dass Engländer oder Australier hier auch noch was lernen müssen. Was mir auch noch fehlt, sind Schilder, die Vorfahrsstraßen anzeigen, zum Beispiel bei einer abbiegenden Hauptstraße. Die gibt es hier scheinbar nicht, so dass man schauen muss, ob die anderen Straßen ein Vorfahrts- oder Stopschild haben. Ironischerweise wird darüber nachgedacht, die Rechts-vor-Links-Regel 2011 wieder abzuschaffen. Wahrscheinlich genau dann, wenn wir uns daran gewöhnt haben ;-)

Wednesday, October 20, 2010

Nix Neues aus Auckland (fast)

So richtig viel Neues zu berichten gibt es von uns nicht. Die erste Woche Auckland ist um. Wir sind immer noch dabei, uns zu orientieren und haben unsere Biorhythmen auch noch nicht so ganz umstellen können. Dazu beutelt uns das Wetter. Es ist wirklich schwierig, sich dafür richtig anzuziehen. Wahrscheinlich ist es auch einfach gar nicht möglich. Auf strahlenden Sonnenschein folgt Regen oder es gibt Sonne kombiniert mit kühlem Wind usw. Hier in Auckland ist es dazu ziemlich hügelig. Stapft man den Hügel hoch, ist man am Schwitzen. Oben angekommen, sucht sich der Wind jede Öffnung in der Jacke. Denke schon darüber nach, mir einen Schal zu kaufen, obwohl hier alle auf den Sommer warten.
Die erste Woche war so schnell um, dass wir unser Hostel-WG-Zimmer nochmal um eine Woche länger gebucht haben. Irgendwie landet man auch fast jeden Tag auf der K'Road :-)
Seit heute haben wir endlich ein Konto. Wieder ein Schrittchen mehr. Der nächste große Schritt wird wohl das Auto sein. Man kommt daran einfach nicht vorbei, vor allem wenn man viel sehen will. Ein paar Helpx-Hosts empfehlen das ebenfalls, weil man sie anders kaum erreichen kann. Scheinbar ist Christchurch die günstigere Stadt um Autos zu kaufen. Nun ja, das können wir nicht ändern. Irgendetwas wird uns schon über den Weg laufen.
Dafür hatten wir schon die erste Einladung zu einem sehr leckeren Kiwi-Abendessen, ein Abend, an dem wir sehr viel Spaß hatten und viele gute Tipps für Neuseeland bekommen haben.

Saturday, October 16, 2010

K'Road, Katchafire und laufende Ampelmännchen

So, hier nun ein paar Neuigkeiten aus Auckland. Hier im Land der Kiwis gibt es im Vergleich zu Australien doch einige Parallelen, wie zum Beispiel das Aussehen der Häuser, viele Geschäfte, die wir aus Australien schon kannten, und keine richtigen Internet-Flatrates. Aber manches ist doch anders. Burger King heißt hier wieder Burger King und nicht mehr Hungry Jack's wie in Australien (versteh das mal einer), und es gibt animierte grüne Ampelmännchen, welche einen ziemlich lässigen Laufstil draufhaben. Wir wurden von den verschiedensten Menschen in Neuseeland willkommen geheißen (Kia ora).
Wir haben gestern Abend einen schönen Auftakt mit einem Katchafire-Konzert gehabt, wobei wir gleich die angesagte Straße Aucklands, die K'road (eigentlich heißt sie Karangahape Road, aber der Name ist vielleicht zu unhandlich) kennengelernt haben. Dort reiht sich asiatisches Restaurant an 24 Stunden Shop an asiatisches Restaurant an Kneipe und Club usw. Das Konzert haben wir sehr genossen, und zwischendrin gab es sogar einen Haka von Band und Publikum, wo wir natürlich erstmal beeindruckt waren. Gerne mehr davon!
Ach ja, da wir eine Woche im Hostel bleiben, sind wir nochmal umgezogen und wohnen jetzt quasi in einer Zweier-WG in einem anderen Haus. Küche, Wohnzimmer und Bad mit nur zwei Personen zu teilen ist für uns nach 4 Monaten überwiegend Hostelübernachtungen richtig Luxus. Plus kostenloses Internet.
Und noch etwas ich total schön finde, aber mich irgendwie auch verwirrt:draußen singen die Amseln und es erinnert einen an Frühling in Deutschland.

Thursday, October 14, 2010

Von den Ozzies zu den Kiwis


Und wieder einmal haben wir eine Landesgrenze überschritten, na gut, überflogen. Diesmal in unser eigentliches großes Ziel Neuseeland! Die Immigration lief reibungslos. Wir, etwas paranoid und überordentlich, hatten alles vorbereitet und Kopien von Visum, Kontoauszug, Krankenversicherung etc. dabei, aber keiner wollte sie sehen. Auf dem Zettel, auf dem man gefährliche oder verbotene Güter, die man einführen will, deklarieren muss, hatten wir einige Male ja angekreuzt. Auch hier gab es keine Probleme. Habe kurz meine Schuhsohlen gezeigt und ligi das Essen in seinem Rucksack aufgelistet, und das war's! Wir mussten nicht mal die Taschen öffnen. Na gut, dachten wir, es folgt ja noch die Röntgendurchleuchtung der großen Rucksäcke, da kommt bestimmt eine Frage vom Zollbeamten zum MikroKopter. Kam auch, aber auf neuseeländisch sah das dann so aus: Rucksack geht durchs Röntgengerät. Zollbeamter: What's that cylinder? Ligi: It's a helicopter. Zollbeamter: Okay.
Und dann winkt er uns durch. Auf die Frage ob er in den Rucksack reingucken will, sagt er einfach “nö”. So gab es dann doch wieder keine Koptergeschichte, oder zumindest nur diese kleine. Aber lustig, oder?

Da wir uns die Nacht noch am Flughafen um die Ohren geschlagen haben, entdeckten wir in ein paar kostenlosen Prospekten noch die Werbung für verschiedene Cafes, wo man zu seinem Kaffee auch noch free wifi bekommt. Haben wir dann auch gleich für's Frühstück genutzt und dabei noch etwas anderes gesehen, was uns von Neuseeland erzählt wurde. Es gibt braune Servietten. Die werden nämlich aus Recyclingpapier hergestellt. Na geht doch!

Auch im Hostel - das sehr edel eingerichtet ist, mit dicken Teppichen, weshalb man an der Haustür die Schuhe auziehen muss, und das im ältesten Suburb (Vorort) Neuseelands, in Parnell, gelegen ist– haben wir freies (und schnelles) Internet. So könnte es weitergehen.