Nebenan befand sich die Bäckerei, bei der man sogar Brot bestellen konnte (Mehrkornbrot aber nur donnerstags...), und wo wir uns nach dem langen lehrreichen Museumsbesuch mit einem Meatpie (meiner war so etwas wie Hühnerfrikassee im Blätterteig und sehr lecker) stärkten. Ein kurzer Spaziergang durch die Straßen Richmonds zeigte uns fast den ganzen Ort und außerdem, dass samstags halb zwei schon alle Geschäfte zu haben. Immerhin gab es sogar zwei Supermärkte. Für mich war das Tollste wieder einmal die Vogelwelt.
Zum Sonnenuntergang, der für sich schon eine Erwähnung wert war, kamen Dutzende Galahs, die häufigste Papageienart Australiens, angeflogen, um sich Schlafplätze in den Bäumen zu suchen. Rund um den See und auch im Ort kreisten Milane (Kites) und flogen große Grashüpfer. Ansonsten trifft man auf so lustige Vögel wie zum Beispiel Willy Wagtail...
Monday, August 2, 2010
Kronosaurus
Schlaflos in Mt. Isa
Für uns war es wie die Rückkehr in die Zivilisation, denn es gab Handyempfang, McDoof (wer hätte gedacht, dass man sich mal darüber freut) und KFC. Ein weiteres Indiz: wir bezahlten für unseren Nahrungsmitteleinkauf für zwei Tage nur die Hälfte des Betrags, den wir in Tennant Creek bezahlt hatten. Die Stadt lag weit ausgebreitet zwischen kleinen Hügeln, einen Großteil des Stadtbilds machte eine Mine aus, wie wir abends vom städtischen Aussichtspunkt sehr gut sehen konnten. Von oben sah man auch, dass die Stadt erstaunlich grün war. Wieviel Wasser das kostet, mag man sich lieber nicht vorstellen.
Unser einziger Tag Aufenthalt ging schnell um, wobei wir uns gar keine Sehenswürdigkeiten angeschaut haben. Eigentlich wollten wir die “School of Air” besichtigen, wo Kinder, die weit entfernt wohnen, über Funk unterrichtet werden. Leider haben wir die einzigen Touren 9 und 10 Uhr verpasst. Als wir morgen um sechs übernächtigt aus dem Greyhound gestiegen sind und unser Hostel gefunden hatten, waren wir froh, dass wir schon ins Zimmer durften und etwas Schlaf nachholen konnten. Deshalb machten wir ein paar Einkäufe, schauten uns den Sonnenuntergang zusammen mit einigen Rentnern an (auch mal wieder gut, ein paar Touristen zu treffen) und frönten unseren Fastfoodgelüsten mit Hühnchen, Pommes, Cola (hey, ich hab mir alibimäßig wenigstens einen Salat bestellt und
das Personal damit durcheinandergebracht) und danach Eis.
Abends gab es noch einen Film aus dem 700-DVD-Filmregal unseres Hostelmanagers. Wir mussten relativ früh zum Bus und gingen relativ früh schlafen. Daraus wurde allerdings nichts, da sich einige Hostelgäste benahmen, als wären sie allein auf weiter Flur. Der Hotelmanager erzählte uns am nächsten Morgen, dass es eine Ausnahme war und jemand Geburtstag hatte. Früher wäre es jede Nacht so gewesen, und da waren es die Arbeiter. Wie auch immer, ich denke es ist nicht zuviel verlangt, anderen Gästen ein wenig Respekt zu zollen.
Wednesday, July 28, 2010
Wallabys und heiße Quellen
Des Weiteren hat eine Kolonie von Flying foxes hier ihre Heimat. Im Backpacker lernten wir Jane kennen, die eigentlich in Melbourne wohnt, und uns am nächsten Tag mit dem Auto von Bruce, dem Hausmeister, mit zum Schwimmen zu den “Bitter springs”, den nächstgelegenen heißen Quellen, nahm. Dort haben wir im Süßwasser geschnorchelt, den Flußboden im glitzernden Sonnenlicht angeschaut und eine Schildkrötenfamilie gesehen: die red-faced turtle. Im Nationalpark gab es einige Wanderwege, beispielsweise konnte man am Fluss entlanglaufen oder eine botanische Wanderung machen. Dabei sahen wir Schmetterlinge, Wallabies und verschiedene bunte Vögel, und die Kakadus saßen in den Baumspitzen und machten unbeschreiblichen Krach. Man brauchte im Homestead auch keinen Wecker, da taten die Kakadus ihr Bestes.
Ach, und ganz vergessen: Es gab ein zahmes Wallaby, welches nachts auf der Suche nach Essen durch die Korridore schlich. Wenn man nachts auf Toilette ging und die Zimmertür offen ließ, konnte es sein, dass das Zimmer danach schon einen anderen Bewohner hatte, ein Wallaby namens Maddie.