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Friday, August 6, 2010

Rainbow Lorikeet

Gestern haben wir Bekanntschaft mit dem kleinen Papagei gemacht. Er gehörte einer Reisenden, die ihn aufgezogen hatte und die gerade für längere Zeit im Orchid Guesthouse wohnt.
Ganz schön frech, so ein kleiner Papagei! Nachdem er über unsere Schultern geklettert war, unsere Haare untersucht und in die Ohren gefiept hatte, ging es mit Laptop und Kamera weiter. Zum Glück kam er nicht mehr dazu, die Tasten aus meinem Netbook herauszuhebeln, da uns seine Besitzerin vorgewarnt hatte ;-) Dafür ließ er sich aber noch ein wenig am Köpfchen kraulen. Irgendwann waren wir nicht mehr ganz so interessant, und er ließ sich im Wunderbaum in der Nähe nieder. Ich war erstaunt, wie gut der Lorikeet trotz oder sagen wir besser aufgrund des bunten Federkleids getarnt war.
Abends sieht man seine Artgenossen draußen in den Bäumen. Es ist viel schöner, die Papageien in ihrer natürlichen Umgebung (auch wenn es eine Stadt ist) zu beobachten als in einem kleinen Käfig.

Wednesday, August 4, 2010

Zurück in den Tropen

Juhu, wir sind wieder am Meer. Auch wenn das Outback seine ganz eigene Faszination hatte, sind wir froh, in Townsville zu sein. Ein wenig erinnert es mich an Indonesien oder auch an Urlaub allgemein, mit schwüler Luft, Strand, tropischen Pflanzen und einer Restaurantmeile, die, wie wir auf unserem ersten Abendrundgang herausfanden, viel zu teuer für uns ist. Ich hatte starken Durst, und da kein Kiosk aufzutreiben war und alle Geschäfte Sonntag Abend zu hatten, kaufte ich ein Bier für sage und schreibe 7 Dollar (nein, es war keine große Flasche).

Wir sind im Orchid Guesthouse untergekommen, welches etwas abseits der Vergnügungsstraßen auf einem kleinen Hügel liegt, von Grünpflanzen umgeben ist und mit seinen 8 Zimmern eine angenehme Ruhe bietet. Unser Zimmer ist toll, wir haben einen Kühlschrank, Handtücher, einen abschließbaren Schrank und einen Fernseher (Darauf könnten wir auch verzichten, aber wenn er da ist, lässt man sich ja doch berieseln und bekommt wenigstens ein paar Nachrichten mit). Daneben darf man kostenlos die Waschmaschine benutzen. Bisher kostete uns das immer mindestens drei Dollar (für den Trockner ebenso). Überhaupt ist diese Unterkunft die erste, wo man ein wenig ökologisches Denken bemerkt. So werden intakte Plastiktüten zur Wiederbenutzung gesammelt und es gibt eine Biotonne, deren Essensreste kompostiert werden. Es gibt eine Recyclingtonne und es ist das erste Mal, dass es Hinweise zur Benutzung der Klimaanlage gibt. Und dann hatte gestern Abend hatte einer der Gäste einen Rainbow Lorikeet (Regenbogenpapagei) auf der Schulter. Ich will auch!

Über Townsville thront ein großer Felsen, der uns schon für den Sonnenuntergangsspaziergang empfohlen wurde.

Bis jetzt haben wir nur eine kleine Erkundungstour am Sonntagabend gemacht, vielleicht entpuppt sich die geschäftige Stadt als total anstrengend, aber bis jetzt haben wir das Gefühl, dass wir hier ein paar nette, entspannte Tage verbringen können. Unser nächstes Vorhaben: Vergleich der Lebenshaltungskosten anhand unseres Zeittageseinkaufs. Dann werden wir wissen, ob wir länger bleiben (können).

Monday, August 2, 2010

Kronosaurus

Man kann eben nicht alles haben. In Richmond, einem kleinen Ort im Outback, wo wir den nächsten Halt machten, gab es keinen Handyempfang mehr, Internet nur in der Bibliothek und keine Fastfoodrestaurants. Dafür übernachteten wir in nahezu völliger Stille, denn wir befanden uns auf einem Renter-Campingplatz. Auf jeden Fall war das besser als die trinkenden Partytouristen in Mount Isa. Im See nebenan konnte man schwimmen und fischen, überall gab es Barbecueplätze, wobei man den Grill einfach auf Konpfdruck anschalten kann. Richmond liegt in einer sehr fossilienreichen Gegend. Tagsüber besuchten wir ein entprechendes Museum, die Kronosaurus Korner, was wir sehr interessant fanden. Benannt ist das Museum nach dem Kronosaurus queenslandicus, einem bis zu 11 Meter langem Wasser-Saurier, bei dem schon der Kopf drei Meter lang sein konnte, mit Zähnen so groß wie Bananen (okay, das habe ich in der Kids corner gelernt, aber das fand gut zu merken). Dieser lebte vor 110-100 Mio. Jahren in dieser Gegend, denn damals war ein Teil Australiens vom Eromanga-Meer bedeckt.

Nebenan befand sich die Bäckerei, bei der man sogar Brot bestellen konnte (Mehrkornbrot aber nur donnerstags...), und wo wir uns nach dem langen lehrreichen Museumsbesuch mit einem Meatpie (meiner war so etwas wie Hühnerfrikassee im Blätterteig und sehr lecker) stärkten. Ein kurzer Spaziergang durch die Straßen Richmonds zeigte uns fast den ganzen Ort und außerdem, dass samstags halb zwei schon alle Geschäfte zu haben. Immerhin gab es sogar zwei Supermärkte. Für mich war das Tollste wieder einmal die Vogelwelt. Zum Sonnenuntergang, der für sich schon eine Erwähnung wert war, kamen Dutzende Galahs, die häufigste Papageienart Australiens, angeflogen, um sich Schlafplätze in den Bäumen zu suchen. Rund um den See und auch im Ort kreisten Milane (Kites) und flogen große Grashüpfer. Ansonsten trifft man auf so lustige Vögel wie zum Beispiel Willy Wagtail...