Showing posts with label tropen. Show all posts
Showing posts with label tropen. Show all posts

Tuesday, August 17, 2010

Das Dorf im Regenwald



So nennt sich Kuranda, ein kleiner Ort, nicht weit enfernt von Cairns, den ich heute besucht habe, so wie wohl jeder Cairns-Tourist. Das klingt schon wieder ein wenig abwertend, ist aber eigentlich nicht so gemeint. Richtung Kuranda nahm ich den Zug, die “scenic railway”, wo man mit einem alten Zug eine Die Ende des 19. Jahrhundert unter hohen Verlusten erbaute Strecke ist heutzutage sicher eine der schönsten Eisenbahnstrecken. So fährt man durch den Regenwald, an Wasserfällen, über Täler usw. Und genießt dabei einen tollen Ausblick Richtung Cairns und auf das Meer. Für Eisenbahnfans ist das ein Muss, so wie für den Familienvater, der mir gegenüber saß und vor lauter Vergnügen gar nicht wusste, aus welchem Fenster er das beste Foto vom Zug schießen sollte.

Das Dorf selbst war (und ist es in Teilen immer noch) ein Hippiedorf oder Künstlerdorf oder wie man es nennen mag. Ein Großteil davon ist heute dem Tourismus gewichen. Und ja, in den Zug passen eine Menge Leute, und daneben gibt es noch Autos, Busse und eine Seilbahn, mit denen Besucher kommen. Berühmt ist das Dorf für seine Märkte. Auf den meisten gab es allerdings nur die typischen Australien-Souvenirs zu kaufen. Dafür gibt es sehr schöne Wanderwege rund um den Ort. Zum Beispiel wird Kuranda zur Hälfte vom Barron river umschlossen, an dem man gemütlich eintlangspazieren kann. Durch den Regenwald, der sich seit der Dorfgründung einen beträchtlichen Teil Land wiedergeholt hat und zum Weltnaturerbe gehört, kann man ebenso laufen. Dabei ist es nicht so, als bräuchte man 7-Meilen-Stiefel, denn die meisten Wege sind nicht mal zwei Kilometer lang. Getroffen habe ich auf diesen Wegen aber nur eine Handvoll Menschen, was in krassem Gegensatz zu den Straßen im Ort steht.

An einigen Ecken spürt man noch ein wenig vom alten Flair (wenn ich es mal so nennen darf, denn wir kennen es nur aus Erzählungen anderer Reisender). Mein biodynamischer Kaffee aus Mareeba hat mir ebenfalls sehr gut geschmeckt ;-)

Thursday, August 12, 2010

Sieben Tage Townsville

Sieben Tage gingen sehr schnell um. Dabei hatten wir uns die Zeit damit vertrieben, nach einem preiswerten Anbieter für mobiles Internet und nach einigen Geocaches zu suchen, zweimal auf Castle Hill zu klettern, mit einem Besuch im ReefHQ, dem größten Riffaquarium der Welt, welches das Great Barrier Reef nachstellt, am Strand entlang zu spazieren, die wunderschönen Queens Gardens zu besuchen, und auch sonst die Stadt zu erkunden.
Dabei ist uns eine Sache aufgefallen, nicht nur in Townsville, auch schon vorher auf unserer Reise durch Australien, nämlich dass sehr viel für den Freizeitspaß der Menschen getan wird. Man findet fast überall Picknick- und Barbecueplätze, wo man kostenlos sein Essen brutzeln kann. Toiletten und Trinkwasser braucht man nicht zu suchen, da gibt es ebenfalls genug Plätze. Am Strand gibt es Umkleidekabinen und Duschen. Als wir das erste Mal auf Castle Hill hochgestiegen sind und dafür den steilen Weg benutzt hatten, erwartete ich oben eigentlich ein Cafe oder einen Kiosk, der viel zu teure Getränke verkauft. Aber nein, es gab einen Trinkwasserspender, an dem man sogar seine leeren Wasserflaschen auffüllen konnte. Einen anderen Tag fuhren wir mit dem Bus kreuz und quer durch die Stadt und besuchten die Riverway Gardens. Das Tagesticket kostete ungefähr soviel wie mein erstes teures Bier (7,60 AUD). Die Riverway Gardens waren am Ross River entlang gebaut und es gab Kinderspielplätze, Barbecueplätze, eine Galerie, Veranstaltungsräume und ein Schwimmbad. Und das Beste, man brauchte für das alles keinen Eintritt zu bezahlen. An einer Mauer war sogar ein großer Kanister mit Sonnencreme angebracht (ist auch besser, denn die Stadt nennt sich “sun cancer capital of the world”). Solche Beispiele gab es sehr oft, wo wir überrascht waren, dass man für Dinge nichts bezahlen muss, wo man in Deutschland auf jeden Fall zur Kasse gebeten werden würde.

Wednesday, August 4, 2010

Zurück in den Tropen

Juhu, wir sind wieder am Meer. Auch wenn das Outback seine ganz eigene Faszination hatte, sind wir froh, in Townsville zu sein. Ein wenig erinnert es mich an Indonesien oder auch an Urlaub allgemein, mit schwüler Luft, Strand, tropischen Pflanzen und einer Restaurantmeile, die, wie wir auf unserem ersten Abendrundgang herausfanden, viel zu teuer für uns ist. Ich hatte starken Durst, und da kein Kiosk aufzutreiben war und alle Geschäfte Sonntag Abend zu hatten, kaufte ich ein Bier für sage und schreibe 7 Dollar (nein, es war keine große Flasche).

Wir sind im Orchid Guesthouse untergekommen, welches etwas abseits der Vergnügungsstraßen auf einem kleinen Hügel liegt, von Grünpflanzen umgeben ist und mit seinen 8 Zimmern eine angenehme Ruhe bietet. Unser Zimmer ist toll, wir haben einen Kühlschrank, Handtücher, einen abschließbaren Schrank und einen Fernseher (Darauf könnten wir auch verzichten, aber wenn er da ist, lässt man sich ja doch berieseln und bekommt wenigstens ein paar Nachrichten mit). Daneben darf man kostenlos die Waschmaschine benutzen. Bisher kostete uns das immer mindestens drei Dollar (für den Trockner ebenso). Überhaupt ist diese Unterkunft die erste, wo man ein wenig ökologisches Denken bemerkt. So werden intakte Plastiktüten zur Wiederbenutzung gesammelt und es gibt eine Biotonne, deren Essensreste kompostiert werden. Es gibt eine Recyclingtonne und es ist das erste Mal, dass es Hinweise zur Benutzung der Klimaanlage gibt. Und dann hatte gestern Abend hatte einer der Gäste einen Rainbow Lorikeet (Regenbogenpapagei) auf der Schulter. Ich will auch!

Über Townsville thront ein großer Felsen, der uns schon für den Sonnenuntergangsspaziergang empfohlen wurde.

Bis jetzt haben wir nur eine kleine Erkundungstour am Sonntagabend gemacht, vielleicht entpuppt sich die geschäftige Stadt als total anstrengend, aber bis jetzt haben wir das Gefühl, dass wir hier ein paar nette, entspannte Tage verbringen können. Unser nächstes Vorhaben: Vergleich der Lebenshaltungskosten anhand unseres Zeittageseinkaufs. Dann werden wir wissen, ob wir länger bleiben (können).