Friday, December 31, 2010

Mighty Waikato

Von Taupo wird uns immer eher der mächtige und wunderschön blaue Waikato river in Erinnerung bleiben als der gleichnamige See (der größte Binnensee/Süßwassersee Neuseelands, der einen vulkanischen Krater ausfüllt). Die Huka Falls sind eines der meistbesuchten Naturschauspiele Neuseelands (und entsprechend voll mit Touristen, es sei denn man geht ein paar Meter weiter entlang der Wanderwege). Und sie sind wirklich sehr schön. Am Fluss entlang gibt es Wanderwege, und man kann sich an diesem Blau einfach nicht sattsehen. Ich habe gelesen, dass es so blau ist, weil das Wasser so klar ist, aber ich weiß nicht ob das stimmt.

Als Sahnehäubchen gab es direkt am Fluss einen kostenlosen (!) Campingplatz, bei dem gegen Abend auch noch der letzte Camper irgendwo ein Plätzchen finden konnte. Ein kühles Bad konnte man im Fluss nehmen, musste aber aufpassen, nicht von der starken Strömung weggetragen zu werden und im Wasserfall zu enden.

Die Stadt strotzte nur so von Touristen, was aufgrund der Natur sehr verständlich ist. Viele kommen allerdings auch wegen des Adrenalinkicks. Über dem Waikato river gibt es zum Beispiel Bungee jumping an einer wunderschönen Stelle (also wenn überhaupt dann hier). Ansonsten kann man sich aber auch einfach nur auf Boot, Kajak oder Luftmatratze treiben lassen und sich die Wagemutigen von unten aus anschauen.

Wednesday, December 29, 2010

Orakei Korako

Unter diesem Namen verbirgt sich ein thermales Gebiet, welches auf halber Strecke zwischen Rotorua und Taupo gelegen ist und auch “Hidden Valley” genannt wird. Von allen Thermalparks, die man sich in dieser Gegend anschauen kann, ist es vielleicht das am wenigsten besuchte (noch...vielleicht nicht das Schönste, wie wir nachher gesagt bekamen, aber wenn man Eintritt zahlen muss, muss man leider auswählen. Und schön war's auf jeden Fall!). Zumindest hatten wir den Eindruck, da wir auf der Straße abseits des Highways fast keinem anderen Auto begegnet sind und der Park nicht allzu voll war.

Schon vom Parkplatz sieht man aus der Ferne die Silikaterrasse, die größte ihrer Art in Neuseeland, und Dampfwolken aufsteigen.

Zunächst wird man mit einem kleinen Boot über Lake Ohakuri gebracht. Ein Wanderweg führt dann entlang der Terrasse, die faszinierende Farben und Muster aufweist. Ansonsten ist es ähnlich der anderen Thermalgebiete, die wir gesehen haben. Es gibt Geysire, die wir leider nicht in Aktion erleben durften, heiße Quellen, sprudelnde kleine Badewannen im Silizium und groß- und kleinblasige Schlammpfützen und -seen.

Eine Besonderheit hier ist die “Ruatapu cave”. Laut Reiseführer gibt es auf der Welt nur zwei mit Geothermalgebieten assoziierte Höhlen (man verzeihe mir, wenn meine Übersetzung zu fachlichen Inkorrektheiten geführt hat). Vor einer standen wir, die andere befindet sich in Süditalien. Am Boden sieht man ein kleines grünblaues Gewässer, den “pool of mirrors”. Hier konnte man früher seinen Schmuck reinigen. Wir durften leider nicht mehr hinunter. Ein Steinhaufen unter uns bot uns eine logische Erklärung dafür. Zurück ging es durch Farne und nochmal auf der anderen Seite der Silikaterrasse vorbei. Auf der anderen Seeseite ragten grüne Hügel auf, auf denen Kühe weiden. Das ist schon ein Kontrast zu der dampfenden Mondlandschaft.

Tuesday, December 28, 2010

Redwood Grove

Der Ausflug in den Redwood Grove, der Teil des Whakarewarewa forests ist, fand ich so schön, dass er einen extra Blogeintrag bekommt. Diese Küstenmammutbäume sind eigentlich in Kalifornien beheimatet, und stellen einige der größten Bäume der Welt dar. Einstmals ein Nutzwald, wurde diese Anpflanzung von beeindruckenden Redwood Bäumen im Jahr 1965 auf Druck der Öffentlichkeit für Besucher zugänglich gemacht. Gut so! Denn das Gebiet eignet sich hervorragend, um einen Spaziergang oder lauch längere Wanderungen im Schatten der riesigen Bäume zu machen. Man läuft auf weichen Nadelboden und ist von den riesigen Baumstämmen mit der rötlichen Rinde umgeben. Durch die ausladenden Baumkronen ist es schattig, und es herrscht angenehme Kühle. Im bodennahen Bereich haben haben sich Farne angesiedelt, die das Bild komplettieren.
So haben wir am ersten Weihnachtsfeiertag einen schönen Spaziergang im kühlen Wald gemacht. Die Leute, die wir unterwegs trafen, wünschten fröhlich “Merry christmas”, was einerseits nett und andererseits merkwürdig war, da wir so schönes Wetter hatten. Um die Sache abzurunden, waren wir erfolgreich auf Geocache-Suche, wobei bei einem Multicache kleine Schilder von einem “Orienteering-Club” genutzt wurden. Das Finale führte uns zu einem kleinen See, wo es wieder verdächtig nach Schwefel roch.

Einen besseren Ausflug hätte ich mir für diesen warmen Weihnachtstag nicht vorstellen können.