Tuesday, November 9, 2010

Kerikeri

Kerikeri, ein kleines veträumtes Touistenörtchen und Obstanbauzentrum in der Bay of Islands. Auf dem Weg dorthin besuchten wir die Haruru Falls, die, um eine unserer Broschüren zu zitieren, eine “sehr seltene Hufeisenform aufweisen” (Foto links). Uns sollte an diesem Tag auch wieder ein zweiter Wasserfall vergönnt sein. Die Rainbow Falls in Kerikeri waren so, wie man sich das in seinen Reiseträumen so erträumt (Foto rechts). Interessanterweise waren sie gar nicht so gut ausgeschildert und dementsprechend auch nur ein paar vereinzelte jüngere Reisende anzutreffen. Uns hat mal wieder ein Geocache dort hingeführt, den wir allerdings nicht gefunden und auch nicht richtig gesucht hatten, weil wir über glitschige Steine hinter den Wasserfall hätten krabbeln müssen. Wir wollen der Krankenversicherung schon noch ein wenig Zeit geben.
In Kerikeri schauten wir uns ebenfalls, wie es sich gehört, die beiden ältesten Gebäude Neuseelands an: Kemp House and Stone Store Sie wurden 1822 als Missionshaus und dazugehöriges Lagerhaus gebaut und sind sehr idyllisch und fotogen am Fluss gelegen. Genau gegenüber befindet sich Rewa's village, ein nachgebautes bzw. restauriertes Maoridorf, welches einem die Lebensweise dieses Volkes vor und zum Zeitpunkt des Euopäer-Eintreffen sehr anschaulich macht. Im angrenzenden botanischen Garten werden Pflanzen gezeigt, die von den Maori und auch den neuen Siedlern genutzt wurden, wobei man bei der Vielzahl der unbekannten Namen wünscht, man hätte ein fotografisches Gedächtnis.
Ein sehr grüner, durch dschungelartig anmutende Farnwälder führenden Wanderwegs stand ebenfalls auf dem Programm, gespickt mit ein paar Geocaches hier und da.
Und schon wieder war ein Tag um, und man hätte noch soviel mehr zu entdecken gegeben!

Friday, November 5, 2010

Manchmal hat man einfach Glück


Es gibt so Tage, da flutscht irgendwie alles. So einen will ich Euch jetzt mal erzählen. Morgens haben wir erst einmal schön ausgeschlafen, denn auf dem leeren DOC-Campingplatz sagten sie uns auf unsere Frage nach dem Auschecken: “When you are ready.” So zogen wir irgendwann gegen Mittag gemütlich los, aber nicht ohne vorher noch schnell einen Geocache zu finden. Im nahegelegenen Dorf Whahanaki North schauten wir uns die längste Fußgängerbrücke der südlichen Hemisphäre an. Sie verbindet das Dorf mit einem anderen Ort: Whananaki South.

Auf dem Weg zum Highway holten wir uns direkt vom Farmer ein paar “free range eggs”. Danach führte uns der State Highway 1 nach Kawakawa, wo die berühmten Hundertwasser-Toiletten zu besichtigen und natürlich auch zu benutzen waren. Sie waren eines der letzten Projekte vor dem Tod des Künstlers 2000. Er hatte seine letzten Lebensjahre in Neuseeland verbracht. Und ich kann Euch sagen, es waren wahrlich die schönsten Toiletten, auf denen ich jemals war. Es gab entlang der Hauptstraße in Kawakawa mehrere Gebäude in Hundertwasser-Design, von denen wir uns aber nicht sicher waren, ob sie vom Künstler selbst entworfen wurden oder einfach in demselben Stil gemacht waren. Nebendran befand sich die Bibliothek, bei welcher wir gleich noch mit free Wifi versorgt wurden.

Bei einem freundlichen Bäcker holten wir Brot und Kuchen, und da es kurz vor Ladenschluss war und man uns auch immer sofort als Touristen erkennt, gab er uns noch zwei Puddingteilchen gratis dazu. Wir hatten Hunger, und gleich nebendran befand sich ein indischer Imbiss mit nordindischer Küche. Wir hatten 5 Samosas, Naan und Chili chicken, und es war soooo lecker (Notiz: Wir müssen mal nach Indien!)!

Weiter gings in die Bay of Islands, nach Paihia. Der Getränkeladenbesitzer, bei dem ich einen Sechserpack Tui (Bier) kaufte, war ebenfalls sehr freundlich und zu einem kleinen Plausch aufgelegt. So hatte ich mir die ganze Sache hier auch vorgestellt ;-)

Paihia war zwar schön, aber sehr touristisch, sodass wir nur kurz am Hafen wegen Ausblick und Informationsgewinnung anhielten. Mittlerweile war es schon ziemlich spät, und heute brauchten wir mal wieder Strom. Weil es ein Touristenmagnet war befürchtete ich entweder einen sehr teuren Campingplatz oder keinen Campingplatz. Doch dann fanden wir kurz nach Stadtausgang ein Zwischending zwischen Park- und Campingplatz, mit Strom und für schlappe 15 Dollar pro Van (sonst zahlt man das pro Person). Der Platzwart war, man kann es sich schon denken, auch sehr freundlich und hielt ein kurzes Schwätzchen. Ein sehr schöner Tag! Klar kann es nicht jeden Tag alles so glattgehen, aber manchmal hat man eben einfach Glück.

Thursday, November 4, 2010

Otamure Bay

Scheinbar haben wir wirklich eine gute Saison zum Reisen erwischt. Man bekommt meist einen Parkplatz, auch wenn's direkt neben Touristenattraktionen ist. So ging es uns zum Beispiel, als wir die Whangarei falls besuchten. Diese imposanten Wasserfälle haben den Ruf, die meistfofografierten Wasserfälle Neuseelands zu sein. Das ist sicher dem Fakt geschuldet, dass die inmitten der Stadt liegen. Ob es auch die schönsten sind, können wir noch nicht beantworten, aber schön sind sie auf jeden Fall. Gleich weiter den Fluss entlang gibt es zahlreiche Wanderwege, bei denen man unter anderem uralte, riesige Kauribäume bestaunen kann. So verbrachten wir den ganzen Tag, indem wir von einem Wanderweg zum nächsten wanderten. Nur der Rückweg war sehr sehr lang..Jetzt galt es, nur noch schnell einen schönen Campingplatz zu suchen. Der nächste Platz vom DOC lag in der Nähe, auch hier ein Name, der nach Urlaub klingt: Otamure bay in Whananaki. Was sollen wir sagen? Der Name hält, was er verspricht. Während ich das schreibe, sitze ich mit einem frisch gekochten Kaffee im Bus und schaue aufs Meer. In der Bucht liegen mehrere kleine Inseln und Felsen, und die Wellen tosen. Der Campingplatz ist kleiner als der vorige, aber sehr leer. So bekamen wir unseren luxuriösen, aber gar nicht teueren paradiesischen Standplatz. Dieses DOC hat es ja wirklich drauf! Und wie gesagt, scheint eine gute Zeit zum Campen zu sein.